Samstag, 10. Juli 2010
11:30 Uhr
Sahlkampmarkt in Hannover
Am 19.06.2010 ereignete sich bei einem Stadtteilfest auf dem Sahlkampmarkt ein Angriff auf eine jüdische Tanzgruppe. Diese durch den Veranstalter als „Israelische Tänze“ angekündigte Gruppe wurde von mehreren Jugendlichen mit antisemitischen Parolen beschimpft und mit Steinen beworfen. Es handelt sich bei den Angreifern mehrheitlich um arabischstämmige Kinder und Jugendliche.
Dass Antisemitismus gerade unter muslimischen Jugendlichen weit verbreitet ist, kann anhand mehrerer Studien, unter anderem vom „Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen“, empirisch belegt werden. Trotz unterschiedlicher Deutung der Vorfälle, die noch nicht gänzlich geklärt sind, muss darüber gesprochen und informiert werden, inwiefern Antisemitismus in Verbindung mit einer Überidentifikation mit dem Nahost-Konflikt steht, wie weit der Hass auf Israel verbreitet ist, und welche Möglichkeiten es gibt, jenen Ressentiments entgegenzuwirken.
Es darf nicht sein, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland und auch anderswo für die Politik Israels zur Verantwortung gezogen werden, ebenso wie es nicht sein darf, dass Israel moralisch geopfert werden muss, damit der Antisemitismus thematisiert werden darf. Antizionismus und Antisemitismus sind zwei Seiten einer Medaille und haben mit einer seriösen Kritik an der Politik Israels im Einzelnen nichts gemein.
Wir würden uns über Ihre Teilnahme an der Kundgebung freuen und hoffen, gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen zu können.
Mit einladenden Grüßen,
Arbeitskreis gegen Antisemitismus Hannover
Hinweis: Antisemitische, rassistische, antiislamische usw. Personen und Gruppen werden von der Kundgebung mit den uns rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln ausgeschlossen, und wenn nötig mit polizeilicher Hilfe von der Kundgebung verwiesen.

